Am Sonntag hatte ich die Freude, dem Kyudo Bremen e.V. bei ihrem Training in traditioneller Kleidung beiwohnen zu dürfen. Kyudo ist nicht nur ein hoch formalisierter Budo-Sport – daher, ursprünglich, ein “Sport” der japanischen Kriegerklasse* – sondern auch eine spirituelle Erfahrung – wenn man sich denn darauf einlässt. Und so werde ich mich denn in die Meditation über die notwendige Bildsprache einer Reportage begeben, und mir mentale Notizen darüber machen, was ich an zentralen Bildern aufnehmen will, und wie diese in die Bildsprache der Erzählung passen könnten. Geschichten, Geschichten…
Und da ich mir also vom verehrten Leser Zeit erbitte, habe ich diese Ausrede: Jede gute Reportage braucht Zeit (je nach Subjekt, z.B. wie ein gutes Bier, acht Minuten!) – und deswegen gibt es hier nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was kommen wird. Ich gelobe Besserung!
*Samurai!! Wie cool!! Und NINJAS!?
** Habe ich natürlich schon längst gemacht. Auf Papier. Weil ich vergesslich bin. Und weil ich ganz bestimmt nicht genug meditiere. – Nebenbei ist ein Notizbuch einer der sinnvollsten Begleiter eines jeden Reportagefotografen – oder irgendeines Fotografen! Man lebt ja nicht von Licht und Glas allein…


